Unterhalt - Unterhaltspflicht - Versorgungsausgleich

Verwirkung von Unterhaltsansprüchen

Ein bestehender Anspruch auf Unterhalt kann neben der Verjährung auch Verwirken. Das bedeutet ebenfalls für den Schuldner, dass er die Unterhaltszahlungen nicht mehr zu tragen hat. Werden die Unterhaltsansprüche für einen Zeitraum geschuldet, der bereits über ein Jahr zurückliegt, verfallen die Ansprüche des Unterhaltsgläubigers. Das gilt auch dann, wenn der Schuldner aufgrund von besonderen Umständen davon ausgehen konnte, aufgelaufene Unterhaltsschulden nicht mehr bezahlen müssen. Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn der unterhaltsberechtigte Ex-Ehepartner die Aussage getroffen hat, aufgelaufene Unterhaltskosten nicht mehr einzutreiben, und es dann überraschend doch tut. In diesen Fällen hätte der Unterhaltsschuldner seinen Lebensstil aufgrund der Annahme, nicht mehr zahlen zu müssen, umgestellt – er könnte die Unterhaltsschuld also nicht mehr komfortabel begleichen.
Was tun gegen Verjährung und Verwirkung?
Wenn man davon ausgehen muss, Unterhaltszahlungen nach einer Scheidung aufgrund von Verjährung oder Verwirkung nicht mehr zu bekommen, sollte man sich durch einen Anwalt beraten lassen. Dieser kann helfen, die Forderungen einzutreiben. Außerdem sollte man so schnell wie möglich, am besten noch während des Trennungsjahrs, rechts wahrende Schritte zur Sicherung der Unterhaltsansprüche gegenüber dem Ex-Ehepartner zu sichern. Dies geschieht ebenfalls mithilfe des Scheidungsanwalts; Anspruch auf Unterhalt kann man mithilfe des zuständigen Scheidungsanwalts ab dem Zeitpunkt der Trennung anmelden, wenn man bedürftig ist und der Ex-Ehepartner leistungsfähig und unterhaltspflichtig ist.



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