Unterhalt - Unterhaltspflicht - Versorgungsausgleich

Kindesunterhalt

Der Kindesunterhalt sorgt für die soziale Absicherung im Leben und für die Entwicklung des Kindes. Der Kindesunterhalt muss von den Eltern bzw. Erziehungsberechtigten geleistet werden. Der Unterhalt gilt in erster Linie für Minderjährige, um deren Lebensbedarf zu sichern. Der Kindesunterhalt muss darüber hinaus bis zur ersten (abgeschlossenen) Ausbildung erfolgen. Dieser muss dabei auch geleistet werden, wenn es sich nicht um einen gemeinsam geführten Haushalt handelt.
Die Höhe des Kindesunterhalts wird nach der „Düsseldorfer Tabelle“ geregelt, welche allerdings lediglich als Orientierung dient. Diese Regelungen können je nach familiärer Situation gerichtlich verändert werden.
Kindesunterhalt nach der ersten Ausbildung, kann nur bei begründetem Anspruch gefordert werden. Sollte dies der Fall sein, steigt der Selbstbehalt des Zahlenden trotzdem massiv an. Um einen Kindesunterhalt zu gewähren sind 2 Bedingungen von absoluter Notwendigkeit. Der Unterhaltsberechtigte muss nach dem Gesetz bedürftig sein, was bedeutet, dass er nicht selbst für seinen Lebensunterhalt sorgen kann. Des Weiteren muss der zur Kindesunterhalt verpflichtete die Kosten aufbringen können, ohne seinen eigenen Lebensunterhalt zu gefährden. Dies wird über den Selbstbehalt geregelt.
Der Unterhalt für minderjährige Kinder ist jedoch am härtesten durchgesetzt. Der Grund dafür liegt an der Erwerbsfähigkeit der Kinder. Sie sind in einem Großteil der Fälle bedürftig. Das Gericht kann durch die „verschärfte Erwerbspflicht“ den Unterhaltspflichtigen zu Überstünden oder der Annahme eines zusätzlichen Jobs zwingen. Die Grenze liegt hierbei bei der Zumutbarkeit.
Die Altersbegrenzung entfällt hingegen, wenn das Kind in der ersten Ausbildung oder Studium, die Volljährigkeit erreicht. Hierbei muss der Kindesunterhalt bis zur Vollendung gezahlt werden. Bricht das Kind die Ausbildung ab, muss der Unterhaltspflichtige meistens weiter zahlen, außer es kann nachgewiesen werden, dass die Ausbildung aus Absicht oder Provokation abgebrochen wurde.
Auch wenn das Kind im Laufe des Lebens seine Arbeit verliert, wird geprüft ob die Eltern oder Erziehungspflichtigen, wieder Unterhaltspflichtig werden. Hierbei steigt der obengenannte Selbstbehalt jedoch massiv an.



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